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Beratungstelefon für Verbindungsstudenten

Traditionell sind Studentenverbindungen im Stadtbild der Universitätsstadt Göttingen präsent. Fast 50 Korporationen lassen sich dort finden.

Sie nennen sich zum Beispiel Corps oder Landsmannschaft und reichen von nichtschlagenden Sängerschaften über katholische Verbindungshäuser bis zu pflichtschlagenden und farbentragenden Burschenschaften, bei denen der Zweikampf mit scharfen Klingen zum Aufnahmeritual gehört.

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem korporierten Zusammenleben findet in der allgemeinen Öffentlichkeit in der Regel nicht statt und die für einzelne Verbindungsstudenten in dieser männerbündischen Gemeinschaft auftretenden Probleme treten nur selten offen zu Tage. Leistungsdruck und elitäre Anforderungen, Schwulenfeindlichkeit, Alkoholismus, undemokratische hierarchische Strukturen und durch Rituale der Unterordnung entstandene Deformierungen der Persönlichkeit können zu psychischen und physischen Schwierigkeiten führen. Aus Lebensbund und zwanghaftem Gemeinschaftsgefühl scheint es meist kein Entrinnen zu geben.

Das Beratungstelefon „Falsch verbunden“ soll betroffenen Verbindungsstudenten zu einem ersten Schritt hinaus aus den korporierten Strukturen verhelfen, was ohne professionelle Hilfe oft nicht möglich ist.

Weitere Informationen auf der Projekt-Homepage unter:
http://www.asta.uni-goettingen.de/falsch-verbunden/

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